USV Halle Saalebiber unterziehen sich einer Verjüngungskur

– geschrieben von Jeff Klemm –

Mit der Aufnahme weiterer Jugendspieler aus dem eigenen Nachwuchs in die 1.Herrenmannschaft wird der Kader der Saalebiber mit talentierten Eigengewächsen bestückt. Die meisten Nachwuchsspieler waren zuvor Bestandteil der Landesauswahl Sachsen-Anhalt, oder gar der Nationalmannschaft in ihrer jeweiligen Altersklasse.  

Die Saison 18/19 endete für die USV Saalebiber bereits im März auf dem 3.Platz. Damit verpasste man die Playoffs in der 2. Floorball-Bundesliga in der Staffel Süd/Ost zum ersten Mal seit der Saison 2011/2012.Lässt sich deshalb von einer enttäuschenden vergangenen Saison sprechen? Für einige Spieler und Fans war dies sicherlich der Fall. Der Trainier Steve Seidlitz erklärte einen Monat nach Saisonende: “Als regelmäßiger Play-Off Teilnehmer und somit vermeintliches Spitzenteam der 2. Bundesliga sind die eigenen Ansprüche natürlich immer recht groß.” Grundsätzlich stehe für ihn eine stetige Weiterentwicklung des Teams aber vor Platzierungen. Zudem landete man mit lediglich 3 Punkten hinter dem Dauerkonkurrenten DHFK Leipzig. Die Play-Offs waren somit jederzeit in greifbarer Nähe. 

Doch was bleibt, nachdem man vor 4 Jahren bereits eine Saison in der 1. Floorball Bundesliga bestritt und sich zuletzt mit dem 3. Platz in der 2. Liga begnügen musste? Zum einen bleiben die Saalebiber mit dem Wiederaufstieg des TV Schriesheim in die 1.Bundesliga und das Ausbleiben eines Absteigers aus der 1. in die 2.Liga Süd/Ost von einem starken Konkurrenten um die Playoffs für die im September gestartete Saison verschont. Zum anderen weist die Kaderplanung unverkennbar auf eine Verjüngerungskur bei den Saalestädtern hin. Allein 6 Spieler sind 18 Jahre oder jünger. Gemeinsam spielten sie in der vergangenen Saison für die 2.Herrenmannschaft in der Regionalliga und für das U17 Team um die deutsche Meisterschaft. Außerdem waren 5 von ihnen noch in der Landesauswahl der U17 aktiv. Janosch Fuchs und Laurence Kubusch schafften nun sogar den Sprung von der U17-Nationalmannschaft in den Kader der U19-Nati. 

Nun möchte man die Früchte guter Jugendarbeit ernten, sind sich die Verantwortlichen des Vereins einig. “Technisch sind die Jungs jetzt schon verdammt stark. Noch bestehende körperliche Defizite können mit dem richtigen Stellungsspiel und Cleverness aufgewogen werden”, erklärt Trainer Steve Seidlitz. 

Auf dem Papier steht folglich ein gut ausbalanciertes Team aus erfahrenen Spielern und Jugendspielern, dass unabhängig vom Tabellenplatz den Zuschauern in der anstehenden Saison viel Spaß bereiten könnte. 

Im ersten Punktspiel musste man sich auswärts leider noch den Igels Dresden 3:7 geschlagen geben. Im anstehenden Heimspiel gegen SCS Berlin jedoch sollen im heimischen Biberbau 3 Punkte her. 

Vermerk: Das erste Heimspiel ist am 28.09 (Samstag) gegen SCS Berlin, 18:30 Uhr, in der Universitätssporthalle (“Biberbau”), Selkestraße 7.

U15 verdient sich den gelungenen Saisonabschluss

Der Ligabetrieb ist nun seit April vorbei gewesen, was bedeutete: it’s playoffs time! Für unsere U15 ging es dafür am Sonntag nach Weißenfels. Dort sollte man – laut Regularien – als Staffel-Zweiter gegen den Staffel-Dritten Bautzen das Viertelfinale spielen. Da der Gegner aber aufgrund zu weniger Spieler nicht spielfähig war und die Anreise kurzfristig abgesagt hatte, konnte das Team bereits zum letzten Training vor den Playoffs den „Sieg“ im Viertelfinale bejubeln. Somit stand man schon ohne Mühe im Halbfinale. Der Gegner musste jedoch zunächst im regulär statfindenden Viertelfinale ausgespielt werden. Dort setzte sich der SC DHfK Leipzig souverän gegen die Floorball Grizzlys Salzwedel durch. Also hieß es wieder einmal: im Halbfinale gegen Leipzig (der ein oder andere mag sich vielleicht an die letzten U15-Playoffs und das nervenaufreibende Halbfinale gegen eben jenen Gegner erinnern).

Motiviert von Haarspitze bis Schlägerkelle traten Kapitän Jakob Agit und seine sechs Mitspieler sowie das Torhüter-Duo Tim Alscher/ Moritz Fuchs auf das Spielfeld. Mit dem Anpfiff des Spiels zeigte man gleich, dass man Ambitionen auf den Sieg hegte, denn Jonas Knofe legte nach dem Bullygewinn sofort los und schoss dem Leipziger Goalie gleich einmal den Ball um die Ohren – leider noch knapp daneben. Trotz des ersten Treffers des Spiels auf der anderen Seite, blieb das Team bei einem hohen Tempo und einem Motivationslevel von 1000. Dieses wurde in der vierten Spielminute  mit dem langersehnten Tor von Marc Häußler belohnt. Jonas und Franz Schnelle schraubten den Spielstand zur Halbzeitpause auf 3:1 hoch. Hallelujah. Das waren bereits furiose erste 20 Minuten. Leipzig wusste nun, dass man die Saalebiber in diesem Spiel nicht zu unterschätzen hatte. Schließlich gilt man als Sieger der Partie und somit Finalteilnehmer der Playoffs auch als Teilnehmer der DM-Qualifikation. Doch zwischen dem Team und dem Finale standen noch die zweiten 20 Minuten Spielzeit. Da verpasste man leider etwas den Start und ließ Leipzig auf 4:3 vorbeiziehen. Doch der Wille des Teams war noch da und so setzte sich der Kapitän höchstpersönlich durch und sorgte in Minute 27 für den Ausgleichstreffer. Nun war das Spiel offen und jedes weitere Tor sollte das glücklichere Team näher zum Finale tragen. Folglich kämpften, blockten und schossen alle Spieler auf dem Feld was das Zeug hielt. Leider musste Torhüter Tim noch zwei Mal hinter sich greifen, während der Leipziger Torhüter vom knappen Daneben-Schießen-Pech der Saalebiber profitierte. Somit musste man nach hart umkämpften 40 Minuten dem Gegner zum 6:4-Sieg gratulieren. Das Duell auf Augenhöhe entschieden am Ende die heute glücklicheren Leipziger für sich. Zum Ende hin konnte dem physischen Vorteil der Gegner nicht genug entgegen gebracht werden, konnten diese doch mit drei Reihen spielen, während die Biber ihre Kraft aus zwei Reihen beziehen mussten.

Während im 2. Halbfinale unser Gegner für das Spiel um Platz 3 ausgespielt wurde (Weißenfels fegte Dessau mit 14:1 vom Feld), konnte man kurz verschnaufen und die eigenen Kraftreserven auffrischen. Denn nun hieß es: kleines Finale gegen einen altbekannten Gegner. Nach zwei Liga-Niederlagen sollte nun die Revanche aus hallescher Sicht erfolgen.

Erneut bis in die Haarspitzen motiviert gestaltete man das Spiel und dann lag es an Jonas, den ersten Torjubel des Spiels auszulösen. Nach gerade einmal 62 Sekunden musste die Dessauer Torhüterin das erste Mal hinter sich greifen. Jakob, Marc, erneut Jonas und Franz drehten ebenfalls auf und konnten den Ball im gegnerischen Tor versenken. Auch wenn sich kleine Unachtsamkeiten in der Verteidigung einschlichen und Dessau ebenfalls treffen konnte, ging man mit einer 5:3-Führung in die Pause. Nun die große Frage: Wird das Team dieses Mal die 2-Tore-Führung sicher über die Runden bekommen? Kurze Erinnerung: auch gegen Leipzig führte man zuvor zur Halbzeit mit zwei Toren Vorsprung.

Wie bereits erwähnt, wurde die Motivation heute von jedem einzelnen Spieler groß geschrieben und so war es nun auch Artur Kempe endlich gegönnt, seinen sehnsuchtsvollen Treffer zu bejubeln. Erneut traf auch der stark aufspielende Franz, bevor Kapitän Jakob die Überzahlsituation erfolgreich ausnutzte und zum 8:3 traf. Sollte es bereits die Vorentscheidung sein? Schließlich waren noch 15 Minuten zu spielen und Marc sorgte mit einer 2-Minuten-Strafe für erhöhte Pulsschläge auf Trainer- und Zuschauerseite. Doch Artur und Corvin blockten jeden Schuss der Gegner weg und wenn der Ball doch dem Tor etwas zu nahe kam, war Goalie Moritz stets da. Es wurde weiter gekämpft, gelaufen, geblockt und gejubelt und auch Lennart Hackel kämpfte als frischer Spieler in der Runde wie ein Löwe. Wieder Franz und auch Jonas trafen munter weiter zum 10:3. Doch die letzten Minuten sollten den Dessauern gehören, die noch einmal alles gaben und bis auf 10:6 herankamen. Dennoch hieß dieses Mal der Sieger USV Halle Saalebiber, was lautstark bejubelt wurde. Das Team konnte sich für die Liga-Niederlagen revanchieren und konnte im richtigen Moment, wenn es um die Platzierung geht, ihr Potenzial abrufen.

Alles in allem zeigten die Jungbiber eine äußerst engagierte Leistung in beiden Spielen, auf die sie mehr als stolz sein können. Platz 3 ist eine super Leistung und macht die vielen blauen Flecken der geblockten Schüsse wett. An diesem Tag konnten Trainerin Michelle Böckel sowie Co-Trainer Pascal Reichert und Vincent Bachmann mit dem Team den Gewinn des zweiten Pokals feiern. Moment…zweiten Pokals? Ja genau, bereits vor dem Spieltag hatte Corvin Schumann den Pokal als Topscorer der Staffel verdientermaßen sicher, welchen er im Zuge der Siegerehrung entgegennahm.

Wie jedes Jahr gilt es dennoch auch einige Spieler aus der U15 zu verabschieden. An diesem Spieltag haben Artur, Corvin, Lennart und Tim das letzte Mal das Trikot der U15 getragen. Nun dürfen sie in das Trikot der U17 hineinwachsen, wobei die beiden erstgenannten dies bereits in der aktuellen Saison anprobierten. Ebenso fällt Silas Rissel nun aus dem Team heraus, der verletzungsbedingt von zu Hause aus alle Daumen und Krücken gedrückt hatte.

Schlussendlich bedankt sich auch das Team samt Trainern bei allen Unterstützern, Fans und vor allem bei den Eltern, die auch diese Saison wieder einmal zum Erfolg beigetragen haben! Wir sehen uns in der nächsten Saison wieder!

Es spielten die U15-Playoffs: Moritz Fuchs [G], Tim Alscher [G], [K] Jakob Agit (3 Tore/ 1 Vorlage), Franz Schnelle (4/0), Jonas Knofe (4/1), Marc Häußler (2/1), Lennart Hackel (0/0), Corvin Schumann (0/2), Artur Kempe (1/1)

Gut, dann spielen wir halt Playoffs…

– geschrieben von Gunnar Sauer –

Wider Erwarten sendete Wernigerode unserer U13 das Playoff-Ticket, nachdem sie Landsberg zurück ins Felsenbad schickten und die Biber damit auf dem vierten Ligaplatz verweilten und somit nach Leipzig fahren durften. Dass sich dies bezahlbar machen sollte, ahnte zum frühen Playoff-Morgen wohl noch keiner.

Satte 151 Tore hatte der kommende Gegner MFBC Grimma auf sein Konto während der Saison geladen. Einer Tordifferenz von 101 Toren des Tabellenersten aus Staffel 1 zollte man den gebührenden Respekt, machte aber gleichzeitig auch neugierig auf den Favoriten von der Mulde.

Dann ging es aber auch schon furios los im ersten Spiel. Nicht nur die Gäste kamen gefährlich oft vor das Tor, sondern auch die Biber erspielten sich überraschenderweise Chance um Chance. Mit dem nötigen Druck startete dann aber Grimma in der fünften Minute und überwand Goalie Ben Ole zum ersten Mal. Der flitzende Moritz hatte sich zuvor schon am gegnerischen Torwart warmgeschossen und verwandelte schließlich zum verdienten Ausgleich, ehe er kurz danach weit über die Bande flog (natürlich mit Gegnerkontakt) und so eine Überzahl für die Biber produzierte. Im Powerplay ließ man den Gegner schön laufen und als die Sachsen dann wieder vollzählig waren, hatten sie keine Kraft mehr, dem schönen Bogen von Moritz zu folgen. Führung? Ja?! Geil!!!

Vor der Pause spielte man den Gegner förmlich an die Wand, Jette und Jastin ließen das Tornetz noch zweimal zappeln. Einen Halbzeitstand von 4-1 aus Bibersicht musste man zunächst einmal realisieren und versuchte an die Halbfinalträume zu erinnern. Jetzt hatte auch der letzte Morgenmuffel Bock auf das Spiel, egal ob Tribüne, Coaching-Zone oder Spielfeld.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte Grimma seine Klasse. Innerhalb von vier Spielminuten egalisierten sie den Vorsprung zum 4-4. Moritz zockte dann nochmal eiskalt den Ball ins Tor. Danach sah man aber vergebene Chancen auf beiden Seiten des Spielfeldes.
Dem 5-5 der Gäste folgte eine Auszeit durch Grimma. Die Powerreihe der Gäste lief unsere Jungbiber schwindelig und netzte zum 5-6 ein. Sollten die Träume jetzt doch platzen? „Nein“, entschied sich Leon trocken und machte gegen die jetzt platten Sachsen den 6-6 Ausgleich. Hatte man selber viel geopfert, um den Ausgleich zu erzwingen, schaffte es bei einem letzten Angriff der Gäste Jastin schon nicht mehr zurück. Die müden Grimmaer spielten aber einmal zu viel und so stand Leon goldrichtig für einen Fehlpass der Gäste vom MFBC. Der lange Pass auf den noch vorne stehenden Jastin sorgte schon für Gänsehaut bei den Biberfans, als dieser dann noch den Torwart drei Sekunden vor dem Spielende umkurvte und den Ball ins Tor drosch war es vorbei. Freude, Tränen und Jubelschrei mischten sich in den Abpfiff des Spiels und der besten Saisonleistung auf den Punkt geliefert. Alles, was jetzt noch kommen sollte, war nur das Sahnehäubchen für das kämpferischste und läuferisch intensivste Spiel, das dieses Team je gespielt haben sollte.

Alle Teams der zweiten Staffel setzten sich in ihrem ersten Spiel gegen den anderen Gegner durch, wodurch sich Partien gegen alte Bekannte ergeben sollten. Im Halbfinale traf man auf die starken Dessauer. Gegen satte vier Reihen war ein Weiterkommen nahezu unmöglich, da man selber leider nur mit zwei Reihen spielen konnte. Schnell herausgespielte Tore der Dessauer ließen den Bibern wenig Chance und außer den beiden Toren von Leon und einem Tor von Emma, hatte dieses Spiel wenige Highlights für unsere U13. Dazu zählte aber definitiv Johannes aberkanntes Tor. Nachdem er sich den Ball zweimal auf der Kelle zurechtlupfte, verwandelte er Volley aus der Hüfte in die Maschen. Das hatte schon etwas vom Baseball und man staunte nicht schlecht über dieses trickreiche Kunststück. Auch der mittlerweile nachgereiste Niklas sorgte für Stirnrunzeln bei den Dessauern. Nachdem er den Ball irgendwie in Richtung Tor bugsierte, prallte dieser unglücklich an das Kinn eines Dessauer Spielers und fand seinen Weg ins Tor. Regulär und irgendwie auch toll gemacht, danke Niklas für dieses Schmunzeltor.
4-18 Endstand, abhaken und weitermachen im Spiel um Platz 3.

Dort wartete im kleinen Finale der Angstgegner der Saison:
Spielgemeinschaft Markranstädt/ MFBC Leipzig

Vor 112 Zuschauern wollte man den Fluch brechen und endlich dieses Spiel gewinnen. Zweimal hatte man sich während der regulären Saison schon die verdiente Butter vom Brot nehmen lassen. Heute sollte endlich eine Revanche her.

In der ersten Spielzeit sah es auch ganz nach einem besseren Ende, bei diesem tennisartigen Spielverlauf, für die Biber aus. Jastin (2), Jette, Niklas (2) und Leon schraubten die Führung zum 6-4 Pausenstand hoch. Leider sollte der Abstand, trotz massenhafter Chancen, nicht größer werden am heutigen Tage. Die Reserven waren im zweiten Durchgang dann aber nach der Hälfte aufgebraucht. Jette (2) und Leon (2) trafen noch zum 10-8 Zwischenstand, mehr Tore konnten die Biber aber nicht beisteuern. Die SG aus Sachsen traf noch vier weitere Male und sorgte natürlich für hängende Gesichter bei allen Bibern. Wieder hatte es nicht gereicht, die tolle Leistung zu Ende zu bringen. Andererseits kann man allen Spielern des Teams den größten Respekt entgegenbringen. Mit zwei Blöcken die gesamten Playoffs zu spielen und sich aufzuopfern, war keine einfache Aufgabe und deshalb ist die Freude über einen guten vierten Platz im Nachhinein umso größer. In einer doch recht durchwachsenen Saison durfte man die Kinder im letzten Abschnitt zur Höchstform auflaufen sehen und sieht die Entwicklung jedes einzelnen Spielers sehr positiv. Ein großer Dank richtet sich an alle Unterstützer des Teams, mitreisende Eltern, aufbauende Co-Trainer, gut gelaunte Maskottchen, Livetickerer und den Spielern selber für ihren unermüdlichen Einsatz im Training. Danke, danke, danke!

Für die U13 Biber steht jetzt nur noch der teaminterne Saisonabschluss an. Mal sehen, was sich unsere Kreativköpfe um Kapitäne Jastin und Jette dieses Jahr Verrücktes ausdenken. Wir sehen uns.

Für die Saalebiber spielten: Ben Ole Bornhake (G) (0 Tore/ 0 Vorlagen), Timon Sell (G) (0/0), Jette Fallei (C) (4/2), Jastin Hasanay (C) (4/2), Moritz Hunger (3/1), Leon Knofe (6/1), Niklas Musketa (2/1), Emma Zimmermann (1/4), Johannes Meinhardt (0/2), Emil Pliske (0/0).

Biber beim Golftag

Während die meisten Jugendteams noch mitten in den Playoffs stecken ist die Saison für unsere Herrenteams schon seit einiger Zeit vorbei. Aber die Biber liegen in der spielfreien Zeit keineswegs auf der faulen Haut, sondern bleiben am Ball. Am Golfball genauer gesagt. Denn am 05.05. richtete der Golfclub Halle e.V. am Hufeisensee einen Golferlebnistag aus, den die erste Mannschaft als teambildende Maßnahme nutzte.

Nachdem wir uns an kostenloser Bratwurst und Kaltgetränken gelabt hatten wurde natürlich sofort der Schläger in die Hand genommen. Man könnte meinen als Floorballer hat man schon Erfahrung mit Schlägern und deren Handhabung, jedoch war diese im Fall Golfschläger nur bedingt nützlich. Also ließen wir uns geduldig die Technik erklären, bevor es dann zum Abschlag ging. Mal abgesehen von einigen Fehlschwüngen und Querschlägern klappte das nach einiger Übung bei den meisten doch ganz gut. Zufrieden mit der bisherigen Leistung ging es weiter zum chippen. Diese Technik stellte sich als weitaus schwieriger heraus, da nicht nur ausgeholt und der Ball getroffen werden musste. Nach erneuter Technikschule durch die freundlichen Betreuer an den Stationen wussten wir, dass bei diesem Schlag gerne auch mal etwas über den Boden „gekratzbürstet“ werden darf. Dementsprechend sah dieser dann auch aus. Aber auch hier sah die Flugbahn des Balles nach einigen geleerten Balleimern zunehmend nach einem Chip aus. Doch das war den ehrgeizigen Bibern nicht genug. Und so wurde das Ziel ausgerufen, dass wenigstens einer das angepeilte Loch zu treffen hat, bevor wir uns zur nächsten Station aufmachen. Gesagt, getan. Naja, fast. Nach etlichen Bällen und einem umgepflügten Rasen gelang es schlussendlich das Ding zu versenken.

Nun ging es zum Putten. Da weit und breit kein Trainer in Sicht war, beschlossen die Biber in guter alter Minigolfmanier das am weitesten entfernte Loch zu treffen. Das klappte etwas besser als noch beim chippen. Als dann doch ein motivierter Trainer zur Station kam, wurde uns die Station nochmal erklärt und wir lernten etwas putten bevor es dann auch Zeit war mit vielen lustigen Erinnerungen abzureisen.