Einer für alle – alle für einen!

Liebe Biberfamilie und Biber-Sympathisanten,
unser Stammverein erwirbt erstmals in seiner Vereinshistorie ein eigenes Grundstück und Gebäude für die Errichtung eines „Inklusions-Sport-Zentrums“ am Sport- und Gesundheitszentrum „Frohe Zukunft“ (SGZ), was „in seiner Art Alleinstellungsmerkmale aufweisen und Vorbild für die sportliche Betätigung von Menschen mit und ohne Handicap sein [wird]“ (USV Halle). Schon lange arbeitet der USV Halle daran, das Repertoire an inklusiven Sportangeboten zu erweitern und neue Projekte zu etablieren. So wurde der USV Halle beispielsweise vom DOSB als einer von 10 Vereinen in Deutschland ausgewählt, das Projekt „Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen Sport“ durchzuführen. Auch die Errichtung eines Floorballstützpunktes durch unsere Sektion in Zusammenarbeit mit der „Helen-Keller-Schule“ trägt dazu bei, dass Inklusion gelebt wird. Das Sport-Zentrum soll aber nicht nur den inklusiven Sektionen des USV zu Verfügung stehen, sondern auch als multifunktionale Sportstätte für viele weitere Sportabteilungen des USV Halle genutzt werden.
Der Kauf und der notwendige Ausbau muss nun durch den USV Halle finanziert werden. Neben Spenden und Sponsorenleistungen und einer Fremdfinanzierung über Darlehen ist es notwendig, dass sich die einzelnen Sektionen an der Finanzierung beteiligen, um dieses Projekt umzusetzen. Zeigt euch solidarisch und unterstützt uns und somit auch den USV Halle bei der Errichtung des „Inklusions-Sport-Zentrums“, indem ihr einen Obulus auf folgendes Spendenkonto überweist:

https://www.paypal.com/pools/c/84LdQJeZGR

Weitere Informationen:
https://www.usv-halle.de/index.php/news/alle-top-storys/1558-usv-beschließt-den-kauf-des-nachbargrundstückes.html

U15 sichert sich Ticket nach Kaufering

Die U15 der USV Halle Saalebiber sichert sich das Ticket zur Deutschen Meisterschaft. Dieses Jahr geht es vom 22.-24.06. in den Süden der Bundesrepublik, nach Kaufering. Gemeinsam mit dem SC DHfK Leipzig spielt man dort als ostdeutsche Vertretung gegen jeweils zwei Vertretungen aus dem Norden, Westen und Süden um die nationale Goldmedaille.

Doch bevor der Blick nach Kaufering geht, geht es noch einmal kurz zurück nach Leipzig. Dort fand am Sonntag die Qualifikation zur DM statt, die man stets gegen den Floorballverband Berlin-Brandenburg spielt. Unsere Biber spielten gegen den Playoffs-Zweiten SG BAT/Siemensstadt. Hierbei galt: wer siegt, fährt zur DM.

Die Marschrichtung war allen zwölf Spielern bekannt und so legten auch mit Vincent Bachmann und Fabian Lauch gleich die Topscorer des Teams los. Nach fünf Spielminuten führte man bereits 2:0. Obwohl das Hauptstadtteam von Beginn an mit Druck spielte, konnten sich die Biber dank ihrer läuferischer Stärke durchsetzen. So konnte man auch eine Unterzahlsituation gefahrenlos überstehen; erarbeitete man sich selbst sogar noch Torchancen in dieser Zeit. Kurz danach netzte nach einem sehenswerten Zuspiel von Fabian Kumpel Max Fallei den Ball zum 3:0 ein. Kapitän Corvin Schumann sorgte mit seinem Treffer für den 4:0-Pausenstand. Dank einer sehr guten Torhüterleistung, inklusive einem Flugeinsatz, von Tim Alscher blieb das hallesche Tor auch in den ersten 20 Minuten torfrei. Nun war es am Team, sich nicht auf dem Vorsprung auszuruhen. Leider ging man die zweite Spielhälfte verteidungsmäßig zu lasch an und so kam es, dass die SG BAT/Siemensstadt mit zwei Treffern heran kam. „Nur“ noch 4:2. Doch das Team ließ sich nicht beirren und sorgte mit läuferischer Qualität und gutem Passspiel für viele Torchancen. Nach einigen Torschüssen, die entweder vorbei gingen oder pariert wurden, war es erneut Vincent, der für den nächsten Jubel auf der halleschen Bank und Tribüne sorgte. Doch kaum hingesetzt, ließ Fabian alle Fans noch einmal mit seinem Treffer zum 6:2 aufspringen. Mit einem letzten Wechsel auf der Torhüterposition, Ben Ole Bornhake kam für Moritz Fuchs, der bis dahin ebenfalls eine gute Leistung zeigte, ging man die letzten Spielminuten an. Kurz vor Ende demonstrierten Corvin und Vincent eine weitere ihrer sehenswerten Kombinationen, die zum Torerfolg führte. Endstand: 7:2. Sieg. DM-Qualifikation erfolgreich absolviert und sich das Ticket für die Deutsche Meisterschaft erkämpft!

Nun kann die finale Reise der diesjährigen U15 bis zum letztmöglichen und nationalen Wettbewerb gehen. Zur DM reisen die besten acht Teams aus Deutschland nach Kaufering und werden dort zeigen, dass sie nicht umsonst (Vize-)Meister in ihren Regionen geworden sind. Es erwarten das Team also drei heiße und spannende Spiele in der Gruppenphase am Samstag. Dann wird man hoffentlich am Sonntag das Halbfinale spielen. Die Gegner sind alle nicht zu unterschätzen und von daher wird jedes Spiel ein „Endspiel“ sein. Mit den Gedanken an die vergangenen U15-Saison, in welcher die Saalebiber einen hervorragenden 3. Platz erspielten, wird man nun in den nächsten Wochen noch einmal alles beim Training geben, um bestmöglich vorbereitet in den Süden zu fahren.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Fans, die das Team bisher unterstützt haben. Egal, ob mit geölten Stimmen vor Ort oder Daumen drückend in der Heimat. Der bisherige Saisonverlauf (1 Niederlage in 12 Spielen) ist auch zum Teil euer Erfolg! Wir sehen (und hören) uns in Kaufering!

U15 zieht nach und holt ebenfalls eine Medaille

Endlich war es soweit: die Playoffs der U15 Kleinfeld-Teams standen am Samstag an. Früh am Morgen trafen sich nun 12 Saalebiber-Spieler, zwei Trainer und etliche stimmengeölte Eltern und Fans im sonnigen Bautzen, um die wichtigsten Spiele der bisherigen Saison zu bestreiten. Los ging es mit dem ersten Viertelfinale des Tages: USV Halle Saalebiber (Tabellen-Erster, Staffel 1) gegen Floorball Bautzen (Tabellen-Vierter, Staffel 2).

Nichts für schwache Nerven von Anfang an

Los ging es mit 0:1-Rückstand nach gerade einmal 46 Sekunden. Das Team um Kapitän Corvin Schumann schien noch nicht wach genug zu sein. Immerhin dauerte es noch bis zur 7. Minute, ehe Silas Rissel zum Ausgleich und ersten Saalebiber-Treffer des Tages einlochte. Vincent Bachmann legte nach weiteren sieben Minuten endlich zum 2:1 nach. Halbzeit. Nicht das Ergebnis und nicht die spielerische Überlegenheit, die man zeigen wollte. Aber noch war nichts verloren. Nun hieß es, noch einmal 20 Minuten lang das lockere eingespielte Floorball aufzuziehen, das man trainiert hatte. Die Reise sollte schließlich noch nicht an dieser Stelle vorbei sein. Es kam, wie es nicht kommen sollte – der Ausgleichstreffer für die Gastgeber. Davon ließ man sich dennoch nicht weiter beunruhigen und so feuerte Fabian Lauch den Ball ins Netz. 3:2. Da Spannung bereits in diesem Spiel groß geschrieben wurde, kam Bautzen zu ihrem erneuten Ausgleichstor und nutze sogar noch ihr Überzahlspiel für einen weiteren Treffer. Noch 10 Minuten Spielzeit und zwei Tore entfernt vom Sieg, setzte Fabian nach Zuarbeit seines besten Vorlagengebers Max Fallei den Ball ins Tor. Ausgleich. Nach einigen weiteren versemmelten Torchancen netzte Vincent in der letzten Spielminute zur 5:4-Führung ein – lautstarke Freudenschreie von der Bank inklusive. Um doch noch halbwegs sicher das Spiel zu beenden, sorgte erneut Vincent für den 6. Biber-Treffer sechs Sekunden vor Ende. Endstand: 6:4. Fazit: Leider nicht das gezeigt, was man kann. Daher auch ein denkbar knappes und kräftezehrendes erstes Spiel. Die mangelnde Chancenverwertung sollte nun im nächsten Spiel abgestellt werden. Nichtsdestotrotz ist man ins Halbfinale eingezogen und somit dem Ziel des Final-Spiels einen Schritt näher gekommen.

Neue-Alte Bekannte im Halbfinale

In den weiteren Viertelfinal-Spielen konnten sich die Floor Fighters Chemnitz, der UHC Weißenfels und der SC DHfK Leipzig durchsetzen. Letzteres Team war nun der Halbfinal-Gegner der Biber. Einige Spieler kannte man noch von den letztjährigen U13 Playoffs, bei denen man eine herbe Niederlage kassierte. Nun gut. Die Situation wurde noch einmal erläutert: mit einem Sieg steht man im Finale, mit einer Niederlage spielt man um Platz 3. Die Marschrichtung war also geklärt, nun ging es an die Umsetzung. Den besseren Start erwischte leider erneut der Gegner, der mit 0:2 vorlegte. Dann begann die Halbzeit des Vincent Bachmanns, der mit drei Toren immer wieder den Anschluss an Leipzig wahrte. Mit einem 3:5 verabschiedete man sich in die Pause. Trainer Gunnar Sauer sorgte mit kampfeslustigen Worten für weitere Motivation. Nach einem erneuten Gegentor und einem 3-Tore-Rückstand pfefferte Max den Ball ins Sachsentor. Man wollte das Spiel noch nicht aus den Händen geben. Dennoch war es wieder Leipzig, die den nächsten Treffer erzielten und erneut auf 3 Tore davon zogen. Doch mit Fabian im Doppelpack und Artur Kempe, der den Ball im Gemenge irgendwie ins Tor beförderte, sorgte das Team für den verdienten Ausgleich. 7:7 und noch gute anderthalb Minuten zu spielen. Leipzig mit dem Time Out. Die Worte an die Spieler, jetzt weiter clever zu spielen und keine Fehlpässe spielen, lagen noch in der Luft, als man dem Gegner mit eben einem solchen Fehlpass in der eigenen Hälfte zum 7:8 einlud. Noch einmal alles nach vorne, dennoch konnte Leipzig zehn Sekunden vor Ende zum 7:9 einnetzen und somit ins Finale ziehen. Fazit: eine weiterhin mangelhafte Chancenverwertung kostete teilweise den Sieg. Dennoch zeigte man den absoluten Kampfeswillen und holte zwei Mal einen 3-Tore-Rückstand auf. Dafür gab es einen kleinen Extra-Applaus.

Volle Attacke ins kleine Finale

Nach einem kurzen Frischluft-Tanken und einigen Witzen, um die Stimmung aufzuhellen, stand nun das Spiel um Platz 3 gegen die Floor Fighters Chemnitz an. Nun hieß es, das soeben verlorene und kräftekostende Spiel gegen Leipzig aus den Köpfen (vorerst) zu streichen und einen Sieg einzufahren. Denn durch den DM-Verzicht von Weißenfels darf deren Finalgegner Leipzig und der Drittplatzierte zur DM-Qualifikation antreten. Es musste also unbedingt ein Sieg her, um weiter von der Deutschen Meisterschaft träumen zu dürfen.

Dieses Mal erwischten die Saalebiber den besseren Start und so traf Jakob Agit sensationell zum 1:0 sowie gut drei Minuten später Fabian zum 2:0. Den Gegentreffer der Chemnitzer beantwortete Vincent prompt mit einem weiteren Treffer. Die direkt nach dem Treffer ausgesprochene 10+2 Strafe gegen Chemnitz nutzte Max für den 4:1-Halbzeitstand. Jetzt war man also nur noch 20 Minuten von der Medaille und weiteren Träumen entfernt. Dieses Spiel wollte man nun nicht mehr aus der Hand geben. Dies setzte auch Fabian gleich nach dem Anpfiff zum 5:1 um. Wer dachte, dass vier Tore Vorsprung für einen sicheren Sieg reichen, der lag in diesem Spiel falsch. Chemnitz startete einen letzten Kraftakt und tankte sich durch die halleschen Spieler durch. Fynn Retzlaw und Artur wahrten die Siegchancen, dennoch stand es vier Minuten vor Schluss nur noch 7:6. „Knapp, knapper, am knappsten – Klappe die 3.“, dachten vielleicht einige. Da hatte man die Rechnung jedoch ohne den Staffel-Topscorer Fabian gemacht. Nach vier Sekunden in eigener Unterzahl und Vincents Superblock, fasste Fabi sich ein Herz, zog an vier Chemnitzer Feldspielern vorbei und lochte in das leere Tor ein. 8:6. Jubelschreie hörbar bis nach Halle. Die letzten Spielsekunden spielte man dann noch sicher runter. Danach konnte man sich als Sieger des Spiels um Platz 3 feiern lassen. Fazit: die kämpferische Leistung aus der Halbfinale-Aufholjagd wurde weitergeführt und führte zum Sieg.

Als Drittplatzierter der SBK Ost zur DM-Qualifikation

Schlussendlich kann man sagen, dass man nervenaufreibende Spiele lieferte (Spannung auf der Zuschauertribüne garantiert), da man im Gegensatz zur restlichen Saison nicht das eigene Spiel so aufziehen konnte, wie man das bisher gewohnt war. Dennoch hat sich ein starker Kämpferwillen gezeigt, den man sich weiterhin bewahren sollte. Denn leichter wird der nächste Spieltag definitiv nicht. Weiter geht es am 26. oder 27. Mai gegen den VfL Tegel (Sieger der Berlin/Brandenburg-Playoffs). Es geht um nichts weiteres als die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft Ende Juni in Kaufering. Und dafür muss noch ein Sieg gegen Tegel her. Jetzt müssen alle noch einmal konzentriert die letzten Trainingseinheiten angehen, die trotz der Pfingstferien anstehen. Denn nun hat man Blut geleckt und will die Reise in den Süden Deutschlands auch wirklich antreten.

An dieser Stelle soll auch noch einmal ein großes Dank an die gastgebenden Floorballer aus Bautzen stehen. Trotz kurzfristiger Planung verliefen die Playoffs reibungsfrei. Danke dafür!

Und natürlich geht das größte Dankeschön an die zahlreichen Eltern, die stets für eine lautstarke Unterstützung sorgten. Danke!!!

Es spielten: [T] Moritz Fuchs, [T] Tim Alscher, [T] Ben Ole Bornhake, [C] Corvin Schumann [0 Tore/ 3 Vorlagen], Artur Kempe [2/1], Fynn Retzlaw [1/0], Jakob Agit [1/0], Max Fallei [2/1], Fabian Lauch [7/5], Sebastian Wittmann [0/0], Silas Rissel [1/0], Vincent Bachmann [7/2]