Zwoote bringt Tabellenführer ins Wanken

Am 12.02. hat die Zwei­te Mann­schaft der Saale­bi­ber ihr ach­tes Spiel in der Regio­nal­li­ga Ost in Lands­berg bestrit­ten. Der Geg­ner hieß MFBC Schkeuditz/Leipzig, der Tabel­len­füh­rer der Liga. Die Saale­bi­ber stan­den also in der Außen­sei­ter­rol­le, da sie bis­her erst ein Spiel für sich ent­schei­den konn­ten.

Das Spiel begann, wie erwar­tet, mit einem hohen Spiel­an­teil der Schkeu­dit­zer. Da die Saale­bi­ber gut defen­siv in For­ma­ti­on stan­den, konn­te sich zunächst kei­ne der bei­den Sei­ten durch­set­zen. Erst ab der 10. Minu­te fan­den die Schkeu­dit­zer nach und nach den Weg zum Tor der Saale­bi­ber, die meis­ten Abschlüs­se konn­te, der gut auf­ge­leg­te Tor­hü­ter, Dario Neit­zel  jedoch ent­schär­fen. In der 18. Minu­te ging der MFBC jedoch in Füh­rung. Nach einem nicht kon­se­quent geführ­ten Zwei­kampf konn­te Richard Opitz aus bes­ter Posi­ti­on vor dem Hal­len­ser Tor schie­ßen. Die Saale­bi­ber hat­ten in die­sem Drit­tel auch eini­ge gute Chan­cen, die Kon­ter von Janosch Fuchs und Tomáš Rauch schei­ter­ten lei­der am Alu­mi­ni­um bzw. am Tor­hü­ter der Gäs­te. Ins­ge­samt war Spie­ler­trai­ner Oskar Becker mit dem Spiel­ge­sche­hen zufrie­den, das Spiel war völ­lig offen.

Im zwei­ten Spiel­ab­schnitt änder­te sich am Spiel wenig. Der MFBC im Auf­bau, aber nur mit weni­gen guten Chan­cen. Die Saale­bi­ber mit noch weni­ger Gele­gen­hei­ten, meist aus Kon­tern. In der 30. Minu­te dann das 0:2 für Schkeu­ditz, René Röder (MFBC) traf dabei aller­dings nur den Schlä­ger von Dani­el Baum­gärt­ner, von dem der Ball ins Hal­len­ser Tor flog. Trotz des kla­ren Stock­schlags wur­de das Tor gege­ben. Die Saale­bi­ber kämpf­ten trotz­dem wei­ter stark in der Defen­si­ve, offen­siv gelang aber zu wenig. Den­noch hiel­ten die Hal­len­ser das Ergeb­nis knapp, im letz­ten Drit­tel soll­te also alles mög­lich sein.

End­lich nah­men nun bei­de Rei­hen der Biber an offen­si­ven Aktio­nen teil und als in der 46. Minu­te Toni Som­mer (MFBC) auf die Straf­bank muss­te, konn­ten die Biber das Über­zahl­spiel nut­zen. Nach einem Dia­go­nal­pass von Tomáš Rauch konn­te Oskar Becker frei­ste­hend das Anschluss­tor erzie­len. Und nur eine Minu­te spä­ter kam sogar der viel­um­ju­bel­te Aus­gleich. Kle­mens Zer­be fand als ers­ter den im geg­ne­ri­schen Slot sprin­gen­den Ball und traf flach zum Pfos­ten. Damit soll­te das Tore­schie­ßen end­lich eröff­net sein. Lei­der waren es erneut die Schkeu­dit­zer, die durch Toni Som­mer in Füh­rung gin­gen. In der 54. Minu­te kam aber erneut der Aus­gleich. Dies­mal konn­te sich Janosch Fuchs mit einer sehens­wer­ten Ein­zel­ak­ti­on durch­set­zen. Die Saale­bi­ber haben gemerkt, dass in die­sem Spiel wider Erwar­ten alles mög­lich ist. Lei­der schli­chen sich genau in die­sem Abschnitt Feh­ler ein, die eis­kalt bestraft wur­den. Einen unnö­ti­gen Ball­ver­lust in der eige­nen Hälf­te und einen zöger­li­chen Wech­sel nutz­te der MFBC, um die Füh­rung an sich zu rei­ßen und sogar zum 3:5 aus­zu­bau­en. An die­sem Tag gaben die Biber aber nicht so ein­fach auf. Robin Weiß­le­der ver­kürz­te zwei Minu­ten vor Spie­len­de nach Vor­la­ge von Kle­mens Zer­be auf 4:5 und gab den Hal­len­sern Hoff­nung. In der rest­li­chen Zeit gaben die Saale­bi­ber noch ein­mal alles, wech­sel­ten einen sechs­ten Feld­spie­ler ein und schlos­sen die Schkeu­dit­zer in ihrem Drit­tel ein. Der Ball konn­te jedoch nicht mehr über die Linie gedrückt wer­den und so ende­te das Spiel mit einem knap­pen 4:5 Sieg des MFBC.

Als Fazit kann man sich natür­lich freu­en, dass gegen den Tabel­len­füh­rer ein so knap­pes Ergeb­nis gelang. Auf der ande­ren Sei­te war aber „das Wun­der von Lands­berg“ mit ein wenig mehr Glück und Acht­sam­keit durch­aus mög­lich. Die Saale­bi­ber zeig­ten eine auf­op­fe­ri­sche Leis­tung in der Defen­si­ve, die ein knap­pes Spiel bis zum Schluss ermög­lich­te. Wenn in wei­te­ren Begeg­nun­gen ein bes­se­res Zusam­men­spiel nach vor­ne zustan­de kommt, dann kann auch einer der Favo­ri­ten besiegt wer­den. Das ist, neben der Unacht­sam­keit im ent­schei­den­den Spiel­ab­schnitt, der wohl ein­zi­ge, grö­ße­re Kri­tik­punkt am Spiel der Saale­bi­ber. Posi­tiv her­vor­zu­he­ben ist vor allem die sehr gute Leis­tung der Nach­wuchs­spie­ler Janosch Fuchs, Jan Weit­kem­per, Robin Weiß­le­der und Kle­mens Zer­be (nicht so jung, aber mit der wohl kür­zes­ten „Dienst­zeit“), wel­che schnell zu wich­ti­gen Säu­len in der zwei­ten Her­ren­mann­schaft her­an­wach­sen. Wei­ter so!

Ein Dank geht an unse­re Damen vom Cate­ring wel­che uns vom Bun­des­li­ga­spiel­tag ein klei­nes Paket schnür­ten. Damit konn­ten sich letzt­lich alle Spie­ler für ihre gute Leis­tung mit Bulet­ten­bröt­chen beloh­nen. 😉

 

geschrie­ben von Tomáš Rauch