Biberstarker Nachwuchs

– geschrieben von Jan Zemski-Fuchs –

3-2-4-3, das ist kein Spielsystem und auch keine taktische Variante, sondern das sind die Saison-End-Gruppenplatzierungen unserer Jungbiber. Die U17 wurde Gruppendritter, die U15 Zweiter, die U13 Vierter und die U11 Dritter. Mit diesen tollen Platzierungen haben sich ALLE unsere Jugendmannschaften in dieser Saison für die nun anstehenden Playoffs qualifiziert. Hierfür gilt neben den Spielern auch den Übungsleitern, den Eltern sowie allen Unterstützern ein großer Dank, denn nur gemeinsam sind solche tollen Erfolge zu erreichen.

Auch hinsichtlich der jeweiligen TOP 10 im Scorerbereich, wurden beachtliche Ergebnisse erzielt. Bei der U17 belegte Janosch Fuchs den ersten Staffelrang, gefolgt von Jannik Nitsche auf Platz 2 und Laurence Kubusch auf Rang 5. Noch gedrängter ist es bei der U15 – Topscorer bzw. Platz 1 geht an Corvin Schumann, gefolgt von Artur Kempe (3.), Jonas Knofe (6.) und Jakob Agit (10.). Bei der U13 holte sich Leon Knofe den dritten Rang, gefolgt von Moritz Hunger (10.). Auch die U11 hat fleißig getroffen und vorbereitet, am erfolgreichsten waren hier Theodor Schönfelder auf Platz 2, Yannis Günther auf Rang 3 und Bruno Mann auf Platz 5. Auch hierfür herzlichen Glückwunsch für diese tollen Leistungen.

Den Reigen der nächsten Ausscheidungsrunde eröffnet am kommenden Samstag in Chemnitz die U17, hier geht es unter anderem bereits um den Titel des Ostdeutschen Meisters. Einen Tag später greift unsere U13 in Leipzig in das Geschehen ein. Genau wie am 12. Mai für die U15 in Weißenfels und die U11 in Wernigerode, wird hier jeweils der Mitteldeutsche Meister gekürt. Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass es für so viele Mannschaften wie möglich anschließend mindestens noch eine Runde weiter geht.

Aufstieg? Nein! Play-Offs? Nein! Enttäuschung? Mitnichten!!!

– geschrieben von Steve Seidlitz –

Die Saison 2018/2019 ist für die 1. Mannschaft der Saalebiber in den Büchern. Vor rund einem Monat ging sie mit einem Heimerfolg zu Ende. Das ist die Gelegenheit, einen ausführlichen Blick auf die vergangene Spielzeit zu werfen und in Form einer detaillierteren Analyse eine Bewertung vorzunehmen.

Um diese Bewertung möglichst objektiv und nachvollziehbar zu gestalten, lohnt sich ein kleiner Rückblick in das Jahr 2016: Die Saalebiber sind gerade aus der 1. Bundesliga abgestiegen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Aufstieg ein Jahr zuvor am “grünen Tisch“ erfolgte, nicht wirklich überraschend, aber natürlich trotzdem bedauerlich. Jedoch sollte dies noch nicht der Tiefpunkt gewesen sein. In Folge des Abstiegs verließen 10 Spieler das Team, welche über Jahre hinweg der Mannschaft ihr Gesicht gegeben hatten. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass es sich dabei natürlich um zahlreiche Leistungsträger handelte, welche maßgeblich für die Erfolge mitverantwortlich gewesen waren. In diesem Zusammenhang von einem Umbruch zu reden, wäre eine Untertreibung. Vielmehr muss man von einer Runderneuerung sprechen, welche zum damaligen Zeitpunkt völlig offen ließ, in welche Richtung sich die Mannschaft entwickeln würde.
Ein harter Kern ergänzt von jüngeren Spielern, welchen bis dato eher wenig Spielzeit zu Teil wurde, und einige Akteure aus der 2. Mannschaft sowie externe Hoffnungsträger mussten als Team zusammenwachsen. Zusätzlich kam ein neuer Trainer, der in dieser Situation auch noch seine eigenen Ideen einbringen wollte.
Die Entwicklung der Mannschaft stand und steht immer an erster Stelle. Diesem Fakt sind sämtliche Erfolgsansprüche erst einmal unterzuordnen.
Der absoluten Lern- und Leistungsbereitschaft sowie dem Ehrgeiz des Teams ist es zu verdanken, dass am Ende der ersten gemeinsamen Saison 2016/2017 die Teilnahme an den Play-Offs stand. Dieser Erfolg war nicht zu erwarten und ist auf Grund der bereits genannten Umstände gar nicht hoch genug zu bewerten.
Es spricht für sich, dass das Team auch in der Folge nach mehr strebte und diesem Anspruch auch Taten folgen ließ. Die Saison 2017/2018 wurde die erfolgreichste, welche die Saalebiber jemals in der 2. Bundesliga gespielt haben. Als souveräner Tabellenerster konnte man sich erneut für die Play-Offs qualifizieren.

Es darf also keineswegs vergessen werden, wo diese Mannschaft herkommt und was sie bereits geleistet hat, wenn man die vergangene Spielzeit bewerten möchte.

Die Vorbereitung auf die Saison 2018/2019 gestaltete sich durchaus schwierig. Zum einen musste das bittere Aus in den Play-Offs der Vorsaison verarbeitet werden. Zum anderen bestand die latente Gefahr auf Grund der sehr erfolgreichen vorangegangen Spielzeit, nicht von Beginn an die nötige Bereitschaft alles zu investieren an den Tag zu legen. Eine geringe Trainingsbeteilung zog sich von der Vorbereitung später durch die ganze Saison. Außerdem erschwerten wenige Hallentrainingszeiten die Vorbereitung. Zudem ließ sowohl die Quantität als auch die eigene Qualität an bzw. in den Testspielen ziemlich zu wünschen übrig. Somit ging es mit dem Wissen nur bedingt konkurrenzfähig zu sein in diese Saison und die gezeigten Leistungen bestätigten diesen Eindruck.

Konstanz, taktische Disziplin und absolute Leistungsbereitschaft waren über die gesamte Saison die Schlagwörter. Und an all diesen Dingen hat es leider regelmäßig gemangelt. Tabellarisch hatte man immer Kontakt zur Spitzengruppe bzw. war ein Teil davon. Jedoch ist die Platzierung wie bereits eingangs erwähnt maximal zweitrangig. Die Entwicklung steht ganz oben und eben diese ging nur sehr langsam voran. Im Gegenteil, in verschiedenen Bereichen galt es zunächst, das Niveau der vorangegangenen Spielzeiten zu erreichen, um darauf aufbauend auch noch weitere Fortschritte erzielen zu können.
Phasenweise ließ das Team sein Potential aufblitzen und gab dem jeweiligen Gegner kaum eine Chance. Da diese Phasen jedoch meist maximal eines von drei Dritteln andauern sollten, war jeder Sieg am Ende auch hart erkämpft.

Als regelmäßiger Play-Off Teilnehmer und somit vermeintliches Spitzenteam der 2. Bundesliga sind die eigenen Ansprüche natürlich immer recht groß. Verständlicherweise wächst zudem mit jedem Jahr der Abstinenz auch die Sehnsucht nach der 1. Liga. Dass dies natürlich nicht nur im Team selbst, sondern auch im Verein sowie im Umfeld und bei allen Unterstützern der Fall ist, birgt einen gewissen Druck.
Dabei darf aber nie vergessen werden, dass Erfolg, egal wie oder über was man diesen definiert, niemals als Selbstverständlichkeit angesehen werden darf.

Am Ende der Saison 2018/2019 steht für die Saalebiber ein 3. Tabellenplatz. Die Play-Offs wurden nicht erreicht. Das sind die Fakten, aber nur die halbe Wahrheit. Auch in der zurückliegenden Spielzeit hat in wichtigen Bereichen eine Entwicklung stattgefunden, wenn auch nicht so schnell und ausgeprägt wie in den Jahren zuvor. Vor allem konnten auf Grund verschiedener suboptimaler Umstände Erfahrungen gesammelt werden, welche für die Zukunft unbezahlbar sein werden. Daraus kann das Team sowie jeder Spieler individuell nur gestärkt hervorgehen.
Siege sind nicht zwingend ein Indikator für die Weiterentwicklung eines Teams, aber ein Team, welches sich weiterentwickelt, wird zwangsläufig erfolgreich sein.
Aus diesem Grund ist der 3. Platz auch keineswegs eine Enttäuschung. Es kann und darf der Mannschaft ja jetzt nicht zum Nachteil gereichen, dass sie in den zwei Jahren nach dem Abstieg und unter dem Umstand der Erneuerung eine sehr gute Entwicklung genommen hat. Und im Vergleich dazu im letzten Jahr eine normale.

Bleibt nur noch den Blick in die Zukunft zu richten. Einige Spieler werden das Team aus diversen Gründen verlassen (müssen). Die Integration weiterer talentierter junger Spieler ist die Philosophie, welche die Saalebiber dabei für sich auserkoren haben. Da ist es natürlich von Vorteil, dass man im Verein mittlerweile über eine sehr breit aufgestellte sowie qualitativ hochwertige Jugendarbeit verfügt. Einige Spieler aus der eigenen U17 sollen den Weg in die 1. Mannschaft finden. Dadurch soll das Team in der Breite qualitativ besser aufgestellt werden. Demzufolge kann und wird auch der kommenden Saison ambitioniert entgegen geblickt werden. Ohne selbstverständlich zu vergessen, dass man dem (jungen) Team für seine Entwicklung auch die nötige Zeit einräumen muss.

Die U17 auf dem Weg nach „Mekka“

-geschrieben von Jan Zemski-Fuchs-

Für die ältesten Jungbiber stand am vergangenen Wochenende der finale U17 Saisonspieltag an. Trotz des bereits frühzeitig gesicherten Tickets zur Teilnahme an den Playoffs, sollten keine Punkte an die Gegner verschenkt werden. Diese waren der UHC Weißenfels und der MFBC Leipzig/Schkeuditz.

Das Hinspiel gegen die jungen und technisch beschlagenen Weißenfelser konnte knapp mit 5:3 gewonnen werden. Dass es auch in diesem Vergleich wieder eng zugehen sollte, zeigte bereits das erste Drittel, welches torlos zu Ende ging. Ebenfalls ohne Sieger endete das zweite Drittel (1:1) als auch der letzte Abschnitt (4:4). Die Tore wurden dabei durch Fabian Lauch (2) sowie Vincent Bachmann und Laurence Kubusch markiert. Die Verlängerung musste her, um möglichst doch noch einen Gewinner hervorzubringen. Da jedoch gleich im Anschluss das nächste Spiel auf dem Plan stand, zögerte Jannik Nitsche das Siegtor nicht ewig heraus und ließ die gelochte Plastikkugel nach knapp 5 Minuten hinter dem Weißenfelser Goalie zum Sudden-Death-Sieg einschlagen. Somit konnten der Tabelle schon einmal zwei weitere Biber-Punkte gutgeschrieben werden.

Die Regenerationszeit war kurz, als bereits der Pfiff das nächste Match gegen den MFBC beginnen ließ. Erneut Jannik netzte im ersten Drittel doppelt ein, zum Stand von 2:0. Im zweiten Abschnitt konnten diesem sechs weitere und mit viel Spielfreude erzielte Treffer durch Anton Ebensing, Janosch Fuchs und Jannik hinzugefügt werden, zum Zwischenergebnis von 8:3. Im letzten Drittel folgte nach einem Doppelschlag von Laurence das abschließende Tor zum 11:5 Endstand durch Jannik. Die Punkte 24, 25 und 26 waren damit für die Tabelle eingefahren und dürften am Ende Platz drei bedeuten, knapp hinter dem DHfK Leipzig und den Floor Fighters Chemnitz. Diese bestreiten am kommenden Wochenende ihre letzten Spiele.   Nach dem Spiel ging es saalabwärts zurück nach Halle und auch der weitere Fahrplan steht schon fest.

Am 4. Mai werden bei den Playoffs in Chemnitz die Karten neu gemischt und der Ostdeutsche-U17-Meister auf dem Großfeld gesucht. Neben den gastgebenden Floor Fighters und dem DHfK wird es für die Biber voraussichtlich auch ein Wiedersehen mit den Weißenfelsern geben.Die drei Mannschaften, denen eine Podiumsplatzierung gelingt, dürfen sich in der nächsten Runde mit drei Vertretern aus Süddeutschland (VfL Red Hocks Kaufering, TV Schriesheim, FC Stern München) messen.

Die nächste Runde findet in Halle statt. Vom 25. bis 26. Mai ist der Biberbau das U17-GF-Floorball-Mekka von halb Deutschland und es geht um nichts Geringeres als um drei Tickets für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Bitte diesen Termin unbedingt vormerken, um mitzuhelfen, anzufeuern und zu unterstützen

Zwoote und U17 holen jeweils 3 Punkte

Während die ganze Floorballwelt ihren Blick auf die Weltmeisterschaft richtete, hatten unsere 2. Herrenmannschaft und die U17 dennoch Punktspiele zu bestreiten.

Das Spiel des Herren-Teams stand unter schlechten Vorzeichen: Man musste auf die U17 Spieler verzichten und ein anderer guter Teil nutzte verständlicherweise die Möglichkeit live bei der WM in Prag dabei zu sein. Im wichtigsten Spiel der Saison gegen den UHC Elster konnte man am Samstag in Schkeuditz dennoch glücklicherweise zwei vollständige Reihen stellen. Und das war auch bitter nötig, weil die ersten Punkte der Saison erkämpft werden sollten. Und ein Kampf sollte es werden.

Das erste Drittel ging nach 3:1 Führung noch 3:4 aus. Zu wacklig schien die Defensive. Doch nach dem 3:5 agierte man in der Defensive wesentlich souveräner und glich im 2. Drittel noch zum 5:5 aus. Das Team glaubte immer mehr an den Sieg und schaffte innerhalb von 3 Minuten im letzten Drittel den Endstand von 5:6 auf ein 8:6 zu drehen. Glückwunsch Männer!

Auch unsere U17 reiste mit einem schmalen Kader nach Chemnitz zum Spitzenspieltag. So standen Trainer Marco Gipser nur 9 teils gesundheitlich angeschlagene Feldspieler und zwei Goalies zur Verfügung.

Im ersten Drittel des ersten Spiels gegen den SC DHfK Floorball stand unser U17-Team völlig neben sich und kaum etwas lief zusammen. Folgerichtig stand es zur 1. Drittelpause 0:5 für den DHfK. Der Trainer fand in der Pause die richtigen Worte und so ging das 2. Drittel dank einer enormen Leistungssteigerung Unentschieden aus. Das letzte Drittel entwickelte sich zu einem offenen Schlagaustausch, bei dem sich beide Mannschaften ebenbürtig gegenüberstanden. Endstand: 5:10. man kann also sagen, dass das Spiel im 1. Drittel verloren ging. Unnötig, aber verdient.

Im zweiten Spiel des Tages traf man auf die Floor Fighters Chemnitz. Und damit auf den abwehrstärksten Gegner der Liga, der in dieser Saison bisher ungeschlagen war und in 5 Spielen bisher nur 5 Gegentore kassierte. Die Marschroute war klar: Mit unbändigen Willen und Einsatzbereitschaft alles tun, um diese 3 Punkte zu holen.
Beide Teams agierten auf Augenhöhe und das Spiel blieb spannend bis zum Schluss. Am Ende konnten sich unsere Jungbiber mit einem 4:2 gegen die Sachsen durchsetzen und damit fast so viele Tore schießen wie Chemnitz in der bisherigen Saison insgesamt bekommen hatte.

Fazit: Es bleibt ein sehr positiver Eindruck: Unser junges Team hat bewiesen, dass es trotz Fehlstart in ein Spiel jederzeit zurückkommen und noch eine gehörige Schippe drauf legen kann. Glückwunsch Jungs!

(geschrieben von Andrea Fuchs und Jeff Klemm)